Welcome to Wonderland!

Eine Einladung des Kunst LKs in ihre Welt einzutauchen

Das gesamte künstlerische und musikalische Programm, die Flyer und Getränke/Verpflegung wurden von Schüler:innen der Q2 organisiert! Hut ab!

Am 15.01 um 11 Uhr eröffneten die Mitglieder des Kunst LKs der Q2 ihre erste offizielle Ausstellung im Kulturzentrum Hardtberg.

Nach drei Jahren Corona-Pause wurde die Tradition, den zentralen Kunst LK des HHG ihre Ergebnisse präsentieren zu lassen, wieder aufgenommen. Seit 1987 werde an diesem Ort schon ausgestellt, das sei länger als das Hardtberger Kulturzentrum überhaupt existiere, meint Herr Dr. Körner, ein Repräsentant des Zentrums.

Den musikalischen Auftakt der Eröffnung bilden Celine Ye und Nona Nathan durch ihre

bezaubernde Gesangsperformance von „Welcome to Wonderland“ und „Control“. Sanft werden sie dabei von Paul Hentscher am Klavier begleitet.

Danach erklären die Schülerinnen nach und nach die unterschiedlichen Themen, die sie die letzten eineinhalb Jahre beschäftigt haben.

Die Kursportraits waren die erste Aufgabe der Künstler:innen im 1. Halbjahr der Q1. Die Aufgabe bestand darin, den Kurs als Ganzes abzubilden, also auch die Gruppendynamik und Eigenschaften der Individuen selbst herauszustellen.

Nicht nur durch klassische Medien wird diese Aufgabe gelöst. Nona Nathan frisiert und kleidet z.B. Barbie Puppen nach dem Vorbild ihrer Kursmitglieder. Diese Aufgabe gestaltet sich teilweise als schwieriger als gedacht. Haare müssen gefärbt werden (dafür werden teils ungewöhnliche Materialien wie Kaffee für Jana in Bild 4 verwendet), neue Kleidungstücke genäht/gehäkelt werden oder wie in Nonas Fall in Bild 2 komplett neue Haare aus Extensions modeliert werden.

Das nächste Thema der Q1 waren die sogennanten Bildzitate, bei denen es darum ging, klassische Gemälde thematisch und visuell so zu transformieren, dass sie ins 21. Jahrhundert passen.

In diesem Bildzitat macht Oleks den Druck der Aufgabe selbst zum Thema ihrer Kunst und kreiiert somit eine verstörende, aber auch sehr faszinierende Fotografie, die den Betrachter unglaublich berührt. Schließlich leidet jede/r von uns mehr oder weniger unter dem Druck in unserer leistungsorientierten Gesellschaft und sieht die Auswirkungen, die dieser Druck mit sich bringt.

Das Bild „Peter Thiel“ von Emma ist ein Bildzitat des Gemäldes „Louis XIV im Krönungsornat“ und thematisiert, wie sich die Machtgefälle bis ins 21 Jahrhundert verändert haben. Sie stellt dabei Peter Thiel, den Gründer von Paypal, als eine neue Art König dar, der sogar Politiker, wie Donald Trump nur als Marionetten bzw. Schachfiguren gebraucht.

Die Aufgabe „Perspektivtheater“ mit dem Motto „Schlaraffenland“ lud die Schüler:innen ein, eine Welt des Überflusses in einem Karton einzufangen. Dieser musste aus mindestens 4 Ebenen bestehen, bewegliche und plastische Elemente integrieren, den Zufallsaspekt berücksichtigen und eine/n Protagonist/in haben. Puh, ganz schön viel auf einmal! Doch wieder einmal unglaublich gut umgesetzt!

So zeigt z.B. Foto Nummer 4 den Protagonisten Christian Lindner als einen Heißluftballon, der mit der naturverbundenen und nachhaltigen Welt, über der er schwebt, nicht besonders zufrieden ist. In diesem Schlaraffenland von Nona und Emma fliegen die Menschen an Bord eines Drachen, der das 9 Euro Ticket verbildlicht, von A nach B. Außerdem fahren viele Menschen und sogar eine Maus Fahrrad und suggerieren damit umwelt- und naturschonenden Verkehr.

Durch das Thema „Radierung“, inspiriert von der Arbeit von Francisco de Goya, setzen sich die Schüler:innen mit nationalen und internationalen politischen Kontroversen auseinander. In dem oberen Werk geht es z.B. um das Abtreibungsgesetz, dass dieses Jahr in den USA für Wirbel sorgte. Durch einen Wechsel in Richtern, die die konservative Front im Supreme Court stärken, wurde beschlossen, dass das Abtreibungsrecht nun Sache der Staaten ist. Dies hat zur Folge, dass in z.B. Texas Abtreibungen nur bis zur 6. Schwangerschaftswoche legal möglich sind.

Zur Kontextualisierung: Frauen bemerken eine Schwangerschaft oft frühstens in der 5. Woche. Mit dem Statement ,,Cocks shouldn’t decide“ macht die Künstlerin auf die Ungerechtigkeit aufmerksam, dass größtenteils Männer über die Schicksale von so vielen Frauen bestimmen.

Insgesamt war die Vernissage ein Spektakel für alle Sinne. Es war wirklich unglaublich spannend in die Welt der Künstler:innen einzutauchen und ein Stück von ihrem ganz persönlichen „Wonderland“ zu sehen! So viel Talent und Kreativität, aber auch harte Arbeit und Technik wurden uns am Sonntag demonstriert, da dürfen wir ruhig gespannt sein wie es für die Schüler:innen weitergeht!

Eine Fotoreportage von Aylin und Maria

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